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Stadtschreiberin Anah Filou hat für "800 (Das Theaterstück)" drei Monate lang in Marburg recherchiert und sich mit Marburger*innen ausgetauscht. Freuen Sie sich auf die große Open-Air-Uraufführung unter Leitung von Intendantin Carola Unser am 11. Juni. (Foto Bosch)
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© Foto von HLTM Marburg
An der frischen Luft soll ab Mitte Juni das Open-Air-Theaterstück "800" zum Stadtgeburtstag aufgeführt werden. Dafür stellt die Stadt das Georg-Gaßmann-Stadion zur Verfügung.
Das Landestheater kündigt den Vorverkauf für den 1. Februar an.
Uraufführung als Open-Air-Spektakel am 11. Juni/Landestheater startet Vorverkauf am 1. Februar

Große Bühne für Theaterstück "800" im Marburger Georg-Gaßmann-Stadion

Jetzt steht es fest: "800 (Das Theaterstück) - Premium Rosenwunder reloaded" wird das Hessische Landestheater am 11. Juni 2022 im großen Stil im städtischen Georg-Gaßmann-Stadion uraufführen. Und wie es sich für ein Jubiläum gehört, hat Marburgs erste Stadtschreiberin Anah Filou dafür einen Theatertext entworfen, den das Hessische Landestheater Marburg (HLTM) unter Leitung von Intendantin Carola Unser als großes Open-Air-Spektakel mit viel Marburger Geschichte und Geschichten, mit Romantik und Revolution auf eine ganz besondere Bühne bringen wird – ein Feuerwerk aus Wort und Tat, verspricht das Landestheater.  „Mit dem Open-Air-Theater 800 macht das Landestheater allen Marburger*innen ein großartiges Geschenk zum Stadtgeburtstag. Die Uraufführung wird sicher zu den herausragenden Ereignissen im Jubiläumsjahr", so Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bei der Vorstellung des Spielortes. "Mit fast 1500 Sitzplätzen wollen wir ganz vielen Menschen ermöglichen, dabei zu sein. Das passt zur Beteiligung und unserem Leitmotiv Wir sind Marburg800“, wie er betonte. 

Lesen Sie hier: Alle Neuigkeiten vom Pressetermin zur Spielortvorstellung im Georg-Gaßmann-Stadion und wen das Landestheater für seine Produktion noch sucht!

Das Landestheater wird mit der von Universitätsstadt Marburg, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen unterstützten Marburg800-Theateruraufführung im Jubiläumsjahr dabei sein! „Wir hoffen alle sehr, dass wir diese Veranstaltung Mitte Juni gemeinsam erleben können. Da wir über eine Veranstaltung an der frischen Luft und im Sommer sprechen, bleiben wir zuversichtlich und werden selbstverständlich die Pandemielage immer genau im Blick behalten und entsprechend reagieren", sagte Spies. Eine solch umfangreiche Kooperation zwischen Kultur und Sport habe es noch nie gegeben. "Und wir wissen, das erfordert viel Flexibilität und Rücksichtnahme von allen Beteiligten, für die wir sehr dankbar sind. Denn wir werden es meistern, den Sportbetrieb für Schulen und Vereine – außer bei den Vorstellungen – zugleich soweit als möglich weiterlaufen zu lassen." Dafür dankte Marburgs Oberbürgermeister schon jetzt den Vereinen.

Den Geburtstag im Namen des Stücks und die Universitätsstadt im Blick bei der Suche nach d e m Ort für die Inszenierung, fiel der Blick des Landestheaters auf das Georg-Gaßmann-Stadion. Raum soll sein für 800 Jahre Stadtgeschichte, für Geschichten jenseits der gängigen Narrative, für eine große Geburtstagsparty, die von acht Ensemblemitgliedern, vielen Marburger*innen, die bei dem Projekt mitwirken können, wollen und sollen, sowie einer mindestens siebenköpfigen Band und mit einem besonderen Auftritt des Blasorchesters der Feuerwehr Marburg gefeiert werden wird.

Außerdem soll Raum sein für möglichst viele Zuschauer*innen und das ist unter Pandemiebedingungen nicht einfach. Deswegen freut sich Regisseurin des Geburtstags-Theaterevents und Intendantin des Hessischen Landestheaters Marburg Carola Unser umso mehr dass sie bei den Verantwortlichen der Stadt auf offene Ohren gestoßen ist.

Die Wiener Autorin Anah Filou kam 2020 mit frischem Blick in die Stadt und recherchierte für das geplante Theaterstück drei Monate zu „Marburg erinnern", "Marburg erleben" und "Marburg erfinden“, führte über hundert Gespräche, las beinahe sämtliche Stadtschriften, besuchte bekannte und unbekannte Orte – um nur ein paar Eckpunkte zu nennen. Das Ergebnis dieser intensiven Auseinandersetzung?

Inklusion und Suche nach Statist*innen, Sänger*innen für Projektchor und Gebärdendolmetscher*in

Geplant sind im Sinne der Inklusion des gesamten Jubiläums mindestens acht audiodeskribierte Vorstellungen und das Landestheater hofft, eine Gebärdendolmetscher*in finden zu können, die jede Vorstellung begleitet. Das Hessische Landestheater Marburg ist außerdem auf der Suche nach 16 bis 20 Jugendlichen, nach ca. acht bis 16 Senior*innen und weiteren Statist*innen, die Lust haben, mitzuwirken, nach 24 sangesfreudigen – und – sangeskräftigen Marburger*innen aller Nationen für einen Projektchor. Wer jetzt schon Interesse hat, kann sich melden: 800@hltm.de.

Faszinierende Gestalten der Stadtgesellschaft treffen sich, die es so – oder zumindest so ähnlich – gab, und wollen diese wunderbare Stadt in ihrer Komplexität und Vielfalt feiern. Sie planen: Ein Geburtstagsfest, jawohl, eine Feier, eine ordentliche Sause, und zwar eine außergewöhnliche. Es treten auf: Der Marburger Privatdozent Wegener - Meteorologe, Polar- und Geowissenschaftler –, seine erst posthum anerkannte Theorie der Kontinentalplattenverschiebung inklusive, eine Frau Grin, wobei die Namensähnlichkeit mit zwei Brüdern namens Grimm nicht von der Hand zu weisen ist, und außerdem ein Wollnashorn. Das hat sich wohl in die 800-Jahr-Feierlichkeiten hinein verwirrt, da es ja schon viel früher, es ist mindestens 12.000 Jahre her, in Ockershausen graste.

Und dann ist natürlich auch ein Schauspieler am Start. Wer sollte sonst die Kneipen der Stadt, Emil von Behring, Sophie von Brabant, das Biegeneck, Ulrike Meinhof, Hannah Arendt, Erwin Piscator, Lena Gercke und alle anderen spielen? Die illustre Runde plant und sucht und diskutiert und debattiert, bis zum großen Auftritt: heilige Elisabeth von Thüringen. Und dann ist sie da: Die Frage nach dem Wunder – oder wie es wurde, was es wurde, dieses Marburg.

Das Publikum kann sich freuen auf ein heiteres Schauspiel mit feinsten Formulierungen, fulminanten Choreografien, wilden Wortspielen, mit Cheerleader*innen, Blaskapelle und den Beatles – ja, die waren nie in Marburg, aber fast! Und schön wäre das gewesen, und wunderschön soll es sein! Es wird ein liebevoll-heiter-tiefgründiger Streifzug durch 800 Jahre, der versuchen wird, Marburg aus verschiedensten Perspektiven neu und anders zu erzählen. Eine theatrale Liebeserklärung. An, für und mit allen Marburger*innen.

Premiere hat das Stück am 11. Juni 2022.  Der Vorverkauf beginnt am 1. Februar 2022 beim Hessischen Landestheater.

Das Theaterstück "800" will über Geschichte, Menschen und Perspektiven der Stadt Marburg reflektieren und im besten Falle gut unterhalten. 

Gefördert durch:
Mit Unterstützung von:
Projektträger*in
Hessisches Landestheater Marburg GmbH
06421990231
800@hltm.de
www.hltm.de
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© Januar 2022 - marburg800