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Figuren der Stadtgeschichte weiterentwickelt hat das Landestheater für 800 (DAS THEATERSTÜCK). (Foto: Jan Bosch)
Das Georg-Gaßmann-Stadion wird zur Bühne für eine Liebeserklärung an die Stadt. (Foto: Jan Bosch)
Das Theaterstück 800 verspricht ein heiteres, aber auch tiefgründiges Sommertheater im Gaßmann-Stadion - eine Liebeserklärung des Landestheaters an Marburg zum Stadtjubiläum. Das Wollnashorn streifte schon lange, lange vor der Ersterwähnung Marburgs als Stadt in dieser Gegend umher. Aber fest steht schon mal: Es ist für "800" zurückgekehrt und mag bereits den grünen Rasen der Sommerbühne.
Freuen Sie sich auf Theaterspaß open air ab dem 11. Juni jeweils um 20.30 Uhr. (Foto: Jan Bosch)
Die ganze Stadt ist für das Sommertheater mit dem Landestheater auf den Beinen. (Foto: Jan Bosch)
Große Kulissen - hier die Vorbereitung für die Urkunde zur Ersterwähnung - erwarten die Theatergäste. (Foto: Thorsten Koch)
Ihr großer Auftritt darf natürlich nicht fehlen: Die heilige Elisabeth von Thüringen (gespielt von Jürgen Helmut Keuchel), die mit dem "Rosenwunder" eine ihrer Legenden um sich schuf; hier in der Sakristei der ihr gewidmeten Elisabethkirche Marburg.
Und selbstverständlich fehlt auch Musik nicht beim bunten Theaterabend zum Stadtgeburtstag. (Foto: Jan Bosch)
Marburg in seiner ganzen Vielfalt zeigen will Intendantin Carola Unser mit der Uraufführung nach Text von Stadtschreiberin Anah Filou. (Foto: Jan Bosch)
Besondere Atmosphäre: Das Gaßmann-Stadion wird ab 11. Juni zur Bühne für das Geburstagsstück des Landestheaters für Marburg800. (Foto: Jan Bosch)
Die Köpfe von Luther und Zwingli - überdimensional groß - gehören zu den Vorbereitungen für das Sommerspektakel ab 11. Juni. (Foto: Thorsten Koch)
Bandprobe für den großen Tag der Premiere am 11. Juni. (Foto: Mattis Weber, i. A. HLTM)
Ebenfalls mit dabei: Die Marching Band des Blasorchesters der Marburger Feuerwehr mit Verstärkung. (Foto: Jan Bosch)
Der aus rund 20 Jugendlichen bestehende Jugendsprechchor aka "die Kontinentalen" probt bereits am Ort der Aufführung.
An der frischen Luft soll ab Mitte Juni das Open-Air-Theaterstück "800" zum Stadtgeburtstag aufgeführt werden. Dafür stellt die Stadt das Georg-Gaßmann-Stadion zur Verfügung.
Das Landestheater kündigt den Vorverkauf für den 1. Februar an.
Stadtschreiberin Anah Filou hat für "800 (Das Theaterstück) oder Rosenwunder premium reloaded" drei Monate lang in Marburg recherchiert und sich mit Marburger*innen ausgetauscht. Freuen Sie sich auf die große Open-Air-Uraufführung unter Leitung von Intendantin Carola Unser am 11. Juni. (Foto Bosch)

Feierfreudige Uraufführung und Open-Air-Spektakel noch bis 7. Juli
Sommertheater „800“ (DAS THEATERSTÜCK) im Georg-Gaßmann-Stadion

Das Wollnashorn (Mechthild Grabner) ist gewiss erstaunt, dass es an der Stelle, wo es einst vor über 13.000 Jahren graste, die heilige Elisabeth (Jürgen Helmut Keuchel) in einer (Elisabeth-)Kirche aus Stein antrifft. Im Sommertheater werden beide als Teil der Marburger Geschichte das Publikum erfreuen.

Die Stadt Marburg wird 800 Jahre alt - das wird groß gefeiert: das Hessische Landestheater Marburg präsentiert mit der Uraufführung von „800 (DAS THEATERSTÜCK) oder Rosenwunder Premium Reloaded“ ein ganz besonderes Sommertheaterevent und gleich den nächsten Höhepunkt im Jubiläumsjahr.  Eine theatrale Liebeserklärung an die Stadt Marburg sollen die Aufführungen sein. Noch bis zum 7. Juli erwartet Sie „feierfreudiges Open-Air-Spektakel und einen liebevoll-heiteren und doch tiefgründigen Streifzug durch 800 Jahre Marburg für alle Menschen ab 14 Jahren“, verspricht das Landestheater.

Weitere Aufführungen:  1.7. , 2.7.  und 7.7. jeweils ab 20.30 Uhr. Karten ab 18 Euro (oder ermäßigt), Theaterkasse, Neustadt 7, oder im Internet. Nach derzeitigem Stand wird neben der Buchung jeweils ein Platz für Abstand freigehalten. Tickets und weitere Termine an der Theaterkasse und über diesen Link.

Gezeigt wird die Show an einem ganz besonderen Ort: im Georg-Gaßmann-Stadion.  Open Air zur Aufführung kommt das extra zum Jubiläum geschriebene Stück von Autorin Anah Filou – der ersten Stadtschreiberin Marburgs.

Für das Jubiläum hat sich das Landestheater mit ihr zusammengetan. Nach Recherchen und weit über 100 Gesprächen mit Menschen der Stadt hat sie sich ans Schreiben gemacht, hat Geschichten und Gedanken verknüpft und einen Text für das Stück gezaubert - als Geburtstagsgeschenk für alle Marburger*innen – aus dem Kopf auf die Bühne – oder besser auf den Rasen im Stadion. 

Große Bühne für das Stadtjubiläum

Und zwar auf jeden Fall mit Tanz, Buffet und Dekoration. Das Publikum bekommt eine illustre Runde mit Wollnashorn und „Frau Grin“ über „WegenerA und WegenerB“ sowie „Kommune um Tonja“ bis zu „Juri und Lara“ und der Heiligen Elisabeth zu sehen, die sich unterhaltsam damit befasst, wie Marburg 800 Jahre feiert. Auch die Frage nach dem „Rosenwunder“ darf nicht fehlen und danach, wie Marburg wurde, was es war und was es ist.

Unterstützt wird das Sommerspektakel von fast 100 Menschen aus Marburg und Umgebung: einer siebenköpfigen Band, den „Kontinentalen“, einem Sprechchor, einem Cha-Cha-Cha-Tanzchor, einem Background-Chor, Statist*innen und einer Marching-Band.

Intendantin Carola Unser führt persönlich Regie und ist begeistert von der lokalen Zusammenarbeit: „Seit Januar proben wir mit dem Jugend-Sprechchor. Die jungen Menschen von 15 bis 22 Jahren sind der Hammer.“ Sie haben einen großen Job vor sich, Sprechchöre und Choreografien. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Schulen und aus der Uni seien eine tragende Säule der Inszenierung.  

Choreografin Sophia Guttenhöfer, Schauspielerin Mechthild Grabner und Unser haben intensiv mit ihnen gearbeitet. „Sie sind alle so talentiert – ich bin großer Fan“, verrät die Regisseurin. Die Cha-Cha-Cha-Ladys haben es Carola Unser und Projektleiter Max Linzner ebenfalls angetan. Die Anmeldeflut für die Gruppe mit Spaß an Bewegung sei überwältigend gewesen. „Sie sind, so denke ich, eine Hommage an alle, ja gern auch etwas älteren Frauen dieser Stadt, die die Geschicke von Marburg unfassbar gigantisch mitgestalten.“

Streifzug durch 800 Jahre Marburg

Auch mit dabei: Der Projekt-Chor, der musikalische Fels der Produktion, der stimmgewaltig und sangeslustig den Rahmen mitgestaltet und die Marburg800-Marching-Band – ein Blasorchester der Feuerwehr Marburg unter Leitung von Sergej Wittmann, das für den krönenden Abschluss des Abends sorgt. Ebenfalls mit von der Partie: Die Band und der Backgroundchor mit viel Groove, bekannt aus dem Stück „Hair“. Und zwölf Menschen als Statist*innen, ohne die nichts ginge: Denn das Stadtgeschichtsspektakel braucht genau diese Menschen, die vom Mönch zum Kreuzritter, vom Hippie zum Studierenden oder auch zur Heiligen Elisabeth werden. 

Im Herzen der Produktion steht das Ensemble des Landestheaters. Die Spieler*innen Saskia Boden-Dilling, Mechthild Grabner, Jorien Gradenwitz, Lisa Grosche, Fanny Holzer, Jürgen Helmut Keuchel, Georg Santner, Metin Turan und Marie Wolff werden als Figuren der Stadtgeschichte auftreten. All das auf der Suche nach der perfekten Geburtstagsfeier für ihre Stadt. Regisseurin Carola Unser freut sich mit großem Ensemble zum ersten Mal das Georg-Gaßmann-Stadion mit Theater zu füllen und „hoffentlich zu rocken“.

Hinter den Kulissen haben Bühnenbildnerin, Kostümbildner und alle Gewerke des Landestheaters intensiv daran gearbeitet, das große Open-Air-Spektakel auf die Bühne zu bringen. Mit fantastischen, überdimensionalen Bühnenelementen wie riesigen Marburg-Bildern, die sich zu einer Postkarte der besonderen Art zusammensetzen, fast zwei Meter hohen Köpfen, die Zwingli und Luther zeigen sowie aufwendigen Kostümen. Ausgedacht hat sich das Bühnenbild Stefani Klie. Die Kostüme kommen von Jörn Fröhlich. Hergestellt wird alles von Theatermaler Jonathan Hees, den beiden Schreinern Ralph Hilberg und Jürgen Barth sowie der Kostüm-, Masken- und Requisitenabteilung unter der Leitung von Caterina Marchi, Grit Anders und Margarita Belger.

Die Produktion wird unterstützt durch die Sparkasse Marburg-Biedenkopf und die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen im Rahmen des Stadtjubiläum Marburg800 der Stadt Marburg.

Teilhabe für alle

Bei allen Vorstellungen wird für blinde und sehbehinderte Gäste Audiodeskription angeboten, die beim Ticketkauf an der Theaterkasse gebucht werden kann. Beim Online-Kauf bitte telefonisch unter (06421) 25608 melden. Die Mitnahme von Führhunden ist möglich, sollte aber beim Kartenkauf angekündigt werden. Angeboten wird auch eine Einführung mit Bühnen- und Kostümbeschreibung.  Treffpunkt hierfür:  Haupteingang, Stadion, 19.20 Uhr.Faszinierende Gestalten der Stadtgesellschaft treffen sich, die es so – oder zumindest so ähnlich – gab, und wollen diese wunderbare Stadt in ihrer Komplexität und Vielfalt feiern. Sie planen: Ein Geburtstagsfest, jawohl, eine Feier, eine ordentliche Sause, und zwar eine außergewöhnliche. Es treten auf: Der Marburger Privatdozent Wegener - Meteorologe, Polar- und Geowissenschaftler –, seine erst posthum anerkannte Theorie der Kontinentalplattenverschiebung inklusive, eine Frau Grin, wobei die Namensähnlichkeit mit zwei Brüdern namens Grimm nicht von der Hand zu weisen ist, und außerdem ein Wollnashorn. Das hat sich wohl in die 800-Jahr-Feierlichkeiten hinein verwirrt, da es ja schon viel früher, es ist mindestens 12.000 Jahre her, in Ockershausen graste.

Und dann ist natürlich auch ein Schauspieler am Start. Wer sollte sonst die Kneipen der Stadt, Emil von Behring, Sophie von Brabant, das Biegeneck, Ulrike Meinhof, Hannah Arendt, Erwin Piscator, Lena Gercke und alle anderen spielen? Die illustre Runde plant und sucht und diskutiert und debattiert, bis zum großen Auftritt: heilige Elisabeth von Thüringen. Und dann ist sie da: Die Frage nach dem Wunder – oder wie es wurde, was es wurde, dieses Marburg.

Das Publikum kann sich freuen auf ein heiteres Schauspiel mit feinsten Formulierungen, fulminanten Choreografien, wilden Wortspielen, mit Cheerleader*innen, Blaskapelle und den Beatles – ja, die waren nie in Marburg, aber fast! Und schön wäre das gewesen, und wunderschön soll es sein! Es wird ein liebevoll-heiter-tiefgründiger Streifzug durch 800 Jahre, der versuchen wird, Marburg aus verschiedensten Perspektiven neu und anders zu erzählen. Eine theatrale Liebeserklärung. An, für und mit allen Marburger*innen.

Regie: Carola Unser
Choreografie: Sophia Guttenhöfer
Bühne: Stefani Klie
Kostüme: Jörn Fröhlich
Musikalische Leitung: Christian Keul
Dramaturgie: Lena Carle, Petra Thöring
Theaterpädagogik: Lotta Janßen
Projektkoordination: Max Linzner
Projektleitung: Tom Faber
Kostümassistenz: Cansu Incesu
Audiodeskription: Isabella Brawata, Matthias Huber

ES SPIELEN:

Frau GrinJorien Gradenwitz
Das WollnashornMechthild Grabner
Der SchauspielerMetin Turan
TonjaSaskia Boden-Dilling
LaraLisa Grosche
JuriGeorg Santner*
ElisabethJürgen Helmut Keuchel
Wegener AFanny Holzer
Wegener BMarie Wolff

Lesen Sie hier: die Pressemitteilung zur Spielortvorstellung Georg-Gaßmann-Stadion

Gefördert durch:
Mit Unterstützung von:
Projektträger*in
Hessisches Landestheater Marburg GmbH
06421990231
800@hltm.de
www.hltm.de
Hessisches Landestheater Marburg GmbH

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Der Jugendsprechchor "die Kontinentalen" probt im Georg-Sassmann-Stadion. © Foto von Thorsten Koch
Der Jugendsprechchor "die Kontinentalen" probt im Georg-Sassmann-Stadion. © Foto von Thorsten Koch
Der Jugendsprechchor "die Kontinentalen" probt im Georg-Sassmann-Stadion. © Foto von Thorsten Koch
Der Projektchor probt © Foto von Henrik Isenberg
Neben dem Projektchor unter der Leitung von Christian Keul werden sich singend und klingend noch eine Band, ein Chachacha-Tanzchor und eine Blaskapelle dazugesellen. © Foto von Henrik Isenberg
Christian Keul hat die musikalische Leitung des Open-Ait-Theaters "800" inne. © Foto von Henrik Isenberg
Theatermaler Jonathan Hees arbeitet an einer überdimensionalen Urkunde. © Foto von Thorsten Koch
1222, die Geburtsjahreszahl der Stadt Marburg, wird von Theatermaler Jonathan Hees in historisch-originalem Schriftbild, aber diesmal ganz groß auf eine überdimensionale Urkunde gepinselt. © Foto von Thorsten Koch
Bildhauerin und Maskenbildnerin Kristin rasch arbeitet an einem großen Kopf für das Bühnenbild © Foto von Thorsten Koch
Bildhauerin und Maskenbildnerin Kristin Rasch arbeitet an einem großen Kopf für das Bühnenbild © Foto von Thorsten Koch
Das eiszeitliche Wollnashorn (gespielt von Mechthild Grabner) kehrt für einen Geburtstagsgruß nach Marburg zurück. © Foto von Hasret Sahin
Lisa Grosche, Georg Santner und Saskia Boden-Dilling als Lara, Juri und Tonja © Foto von Hasret Sahin
Autorin und erste Stadtschreiberin Marburgs Anah Filou. © Foto von Mattis Weber
Der Cha-Cha-Cha-Tanzchor bei der Probe mit Choreografin Sophia Guttenhöfer im Georg-Gaßmann-Stadion. © Foto von Mattis Weber
© Januar 2022 - marburg800