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© Foto von Detlef Hartung
Zu den großen Projekten des Jubiläumsschwerpunktes „Marburg erfinden“ gehören die künstlerischen Impulse am Rudolphsplatz. Dabei geht es im Zukunftslab auch um Beteiligung, Erfahrbarkeit von Kunst. Unser Bild zeigt ein Referenzprojekt des Künstlers Hartung Trenz, das Belz in Gdansk umsetzte.
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© Foto von Georg Kronenberg
In der Mitte der Stadt: Am Rudolphsplatz entstehen zum Stadtjubiläum von Frühjahr bis Herbst unterschiedlichste Kunstprojekte.
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© Foto von Sabine Preisler, Stadt Marburg
Besichtigung des Ortes für das Jubiläumsprojekt "Kunst. Labor. Stadt. Platz": Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (r.), Fachdienstleiterin Ruth Fischer (l.), Kuratorin Bettina Pelz (3. v. l.) Nils Böttner vom Kulturamt (2. v. l.).
Rudolphsplatz wird zum Ort für Kunst
"In Marburg gibt es die außergewöhnliche Situation einer Vielzahl und Vielfalt an Kunst- sowie Kulturinstitutionen und -organisationen, die sich auf ein kooperatives Vorhaben anlässlich des Stadtjubiläums verständigt haben“, hebt Kuratorin Bettina Pelz hervor und bezeichnet das als hervorragende Voraussetzung für das Projekt "Kunst. Labor. Stadt. Platz."
"Kunst.Labor.Stadt.Platz" mit Installationen, Ausstellungen und Aktionen

Rudolphsplatz wird zum Ort für Kunst

Mit der international tätigen Bettina Pelz hat das geplante Marburg800-Projekt „Kunst. Labor. Stadt. Platz.“ eine erfahrene Kuratorin gewonnen, zu deren Schwerpunkten „Kunst im Kontext“ gehört. Denn im Stadtjubiläumsjahr 2022 soll der Rudolphsplatz von Frühjahr bis Herbst zum Ort künstlerischer Denk­anstöße werden.

Zentral in der Lage und für den Bewegungsfluss, als Stadteingang auch historisch von Bedeutung und im Gespräch: Schnell war für den Jubiläumsschwerpunkt „Marburg erfinden“ und den städtischen Fachdienst Kultur klar, dass mit dem Vorschlag Rudolphsplatz von Klaus Lomnitzer vom Institut für Bildende Kunst der richtige Ort für künstlerische Impulse zum Stadtjubiläum gefunden ist. In einem eigens gegründeten Arbeitskreis kunstschaffender Menschen und Institutionen aus Marburg wurden seitdem regelmäßig Ideen ausgetauscht.


Der Arbeitskreis setzt sich aus Vertreter*innen vom Kunstmuseum Marburg, vom Kunstverein Marburg, der Kunstwerkstatt Marburg, dem Institut für Bildende Kunst - Universität Marburg, dem Institut für Kirchenbau und Kirchliche Kunst der Gegenwart - Universität Marburg, der FotoCommunityMarburg, dem Berufsverband Bildender Künstler*innen Marburg-Mittelhessen e.V., der Hiobs Bar am Rudolphsplatz und dem Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg zusammen.


Das Team des Studio Pelz wird den Arbeitskreis verstärken und bestehende Kunst-Projekte aus Marburg aufgreifen und koordinieren, sie um eigene Ideen und überregionale Projekte von außen ergänzen und alles zu einem großen Ganzen bündeln.

Zur Person: Kuratorin Bettina Pelz

Kuratorin Bettina Pelz lehrt an der Hochschule der Künste in Bremen, hat beste Kontakte nach Tunis und zum Goethe-Institut. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Licht in Kunst, Design und Architektur. Dabei zählen Beteiligung und die Erfahrbarkeit der Kunst. Mehr unter www.bettinapelz.de.

„In Marburg gibt es die außergewöhnliche Situation einer Viel­zahl und Vielfalt an Kunst­- und Kulturin­stitutionen und -­organisationen, die sich auf ein kooperatives Vorhaben anlässlich des Stadtjubiläums verständigt haben“, hebt Pelz hervor: „Das ist eine seltene und exzellente Voraussetzung für die Entwick­lung eines produktiven Kunstprojektes im öffentlichen Raum.“
Im Workshop mit den Kunsteinrichtungen sowie im Gespräch bei Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Thomas Spies stellte sich die gebürtige Münsterländerin bereits vor und tauschte sich aus.

Von April bis November 2022 wird das Areal um den Rudolphsplatz zum Kunstort mit einer Vielzahl von ortsspezifischen In­stallationen und Interventionen, Kunstaktionen und Performances.
Das Programm wird von der AG Kunst — einem Zusam­menschluss der Marburger Kunstinsti­tutionen und Kunstprojekte — unter der künstlerischen Leitung von Bettina Pelz entwickelt. Verschiedene Künstler*innen und künstlerische Kollektive arbeiten an Projekten, die den Rudolphsplatz selbst zum Material der Kunst machen. Beim Projekt „Hydrosphere“ entwickelt eine Gruppe junger Kurator*innen aus Mar­burgs Partnerstädten zusammen mit dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte ein dezentrales Ausstellungsprojekt zu Wasser als Material der Kunst. Quer durch die Stadt entsteht ein Ausstellungspar­cours an Orten wie dem Lahnufer oder Plätzen mit Brunnen und Quellen.

Gemeinsam mit dem Berufsverband Bildender Künstler*innen entsteht ein neues Austauschprojekt mit Kunstschaffenden aus Maribor. Die gemeinsame Ausstellung soll im Erwin-­Piscator-­Haus zu sehen sein. Dabei sind sowohl aktuel­le Arbeiten aus den Ateliers geplant wie auch kooperative Experimente. 

Am Institut für bildende Kunst erarbei­ten Lehrende und Studierende lichtba­sierte Installationen, die am Rudolphsplatz gezeigt werden. Es entsteht dort außerdem eine weitere Station des „Kunstkof­fers“ mit regelmäßigen Angeboten für Kinder und Jugendliche. 

Einer der Schwerpunkte des Programms sind Kunstaktionen von Künst­ler*innen, die sich als „queer“ identifizieren. Das Programm entwickelt die AG Kunst gemeinsam mit Aktivist*innen. Die Foto­Community Marburg zeigt eine „Best of Marburg800“ Auswahl von Foto­projekten. 

Zu allen Projekten wird eingeladen, sich an der Produktion der Kunstwerke und ihrer Vermittlung zu beteiligen. Dazu gibt es eine Reihe von Workshops, die den Einstieg in das Projekt ermöglichen.

Kuratorin Bettina Pelz mit den Vertreter*innen der Marburger Kunst- und Kultureinrichtungen: 1. Reihe v. l.: Ruth Fischer, Fachdienstleitung Kultur, Kristina Gansel, Kunstmuseum Marburg, Carola Schneider, Kunstverein Marburg, Susanne Dilger, Kunstwerkstatt Marburg, Klaus Lomnitzer, Institut für Bildende Kunst, Christoph Otterbeck, Leitung Kunstmuseum Marburg, 2. Reihe (v. l.) Bettina Pelz, Kuratorin, Andreas Maria Schäfer, FotoCommunityMarburg, Volker Schönhals, BBK Mittelhessen, 3. Reihe (v. l.) Yasin Eryilmaz und Antje Büttner-Teleaga, Hiobs Bar.
Gefördert durch:
Projektträger*in
Marburg erfinden, Fachdienst 41 - Kultur, Nils Böttner
06421 201-4106
nils.boettner@marburg-stadt.de
Veranstaltungsort
Rudolphsplatz
35037 Marburg
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Kunst
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© Foto von Sabine Preisler
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© Januar 2022 - marburg800