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Die Brunnenanlage am Rudolphsplatz soll beim Fest „Kunstrasen“ am 9. Juli Gegenstand einer Kunstaktion werden.
Die priDEmons von Elisabeth Liliac stehen für Vielfalt – sie repräsentieren jeweils eine andere Farbe und Identität der facettenreichen Regenbogenflagge. Sie gehören zum Festival "Kunstrasen", das am 9. Juli stattfindet.
Maggie Thieme lässt den Kunstrasen sogar auf Porzellan-Tassen sprießen.
Kunst zum Upcyceln und Mitnehmen – beim Druckworkshop können Besucher*innen des Kunstrasen-Festivals Textilien individuell mit einer Auswahl von Motiven gestalten.
Die Marburger Fotografin Susanne Saker hat die Beton-Ästhetik Marburgs aufgespürt, hier auf den Lahnbergen.
Susanne Saker befasst sich seit mehreren Jahren mit der Brutalismus-Architektur in Marburg. Im Juli wird ein Marburg800-Bildband herausgegeben.
Kuratorin Bettina Pelz (M.), Susanne Saker (2. v. l.) und Matthias Schamp begrüßten die Besucher*innen am Rudolphsplatz am 2. Juni zur Eröffnung von Marburg brutal.
Der Rudolphsplatz im Herzen der Stadt entspricht in der Architektur den Vorstellungen der 60er und 70er Jahre. Für Marburg800 wird dort über die Zukunft nachgedacht.
Zum Ort künstlerischer Denkanstöße mitten in der Stadt wird der Rudolphsplatz bis in den Herbst. Hier ein Foto von der Eröffnung mit The Dorf.
In der Mitte der Stadt: Am Rudolphsplatz entstehen zum Stadtjubiläum bis zum Herbst unterschiedlichste Kunstprojekte.
Für LICHT UND SCHATTEN experimentierten Sigrun Bennemann, Niels Pahl (Bild), Jakob Stötzel, Philipp Weis und Anne Winter am Rudolphsplatz. Im Depot unter der Weidenhausender Brücke zeigten sie dienstags bis samstags ihre Bildwerke.
Bei den Projektionen von "Licht und Schatten" korrespondierten digitale Videoarbeiten und das analoge Nachleuchten von Farbpigmenten miteinander.
Mit der spektakulären Big-Band "The Dorf" und der Erstaufführung einer Raum-Klang-Installation wurde am 8. April (Freitag) das Jubiläumsprojekt "Kunst.Labor.Stadt.Platz" am Rudolphsplatz eröffnet. Das ganze Jahr werden dort künstlerische Denkanstößer gegeben. (Fotos: Schindelbeck/Preisler)
Das Projekt „Kunst.Labor.Stadt.Platz“ macht den Rudolphsplatz im Jubiläumsjahr zum Ort der Kunst. Gudrun Barenbrocks Collagen aus bewegten ortsspezifischen Bildern (Bild) waren am benachbarten Gerhard-Jahn-Platz bis zum 8. Mai zu sehen .
Die Projektträger*innen der Kunstinstitutionen aus Marburg, der AG Kunst.
Besichtigung des Ortes für das Jubiläumsprojekt "Kunst. Labor. Stadt. Platz": Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (r.), Fachdienstleiterin Ruth Fischer (l.), Kuratorin Bettina Pelz (3. v. l.) Nils Böttner vom Kulturamt (2. v. l.).

"Kunst.Labor.Stadt.Platz" mit Installationen und Aktionen
Rudolphsplatz wird zum Kunstort

.KUNST.LABOR.STADT.PLATZ am Rudolphsplatz: Das Kunstprojekt von "Marburg erfinden" zum Stadtjubiläum in der Mitte von Marburg. Nach "Unter den Orten" des Instituts für Bildende Kunst in Kooperation mit dem Fachdienst Kultur der Stadt sowie dem Projekt "Licht und Schatten" folgt weitere spannende Kunst im öffentlichen Raum. Der Kunst-Koffer macht jeden Mittwoch Station am Rudolphsplatz, um  Kinder, Jugendliche und Interessierte zum Mitmachen einzuladen. Für den Juli lädt "Marburg erfinden" zum Kreativsommer mit dem"Kunstrasen-Festival" am 9. Juli von 14 bis 22 Uhr sowie einem Music Lab vom 14. bis zum 16. Juli ein. Weitere Infos in Kürze.

Mehr Infos zum Gesamtprogramm Kunst.Labor.Stadt.Platz.

#„Kunstrasen“: Marburgs Subkultur feiert am 9. Juli

Auf dem Festival „Kunstrasen“ treffen sich Kunst und Kultur und lassen neue Kooperationen entstehen. Der Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg lädt die gesamte Stadtbevölkerung ein kostenfrei mitzufeiern, sich beim Kinder- und Erwachsenenschminken (Drag Kings and Queens) auszuprobieren und rät, eigene Kleidung und bedruckbare Textilien für den Upcycling-Workshop mitzubringen.

Das Programm reicht von Mitmachangeboten über Kunstausstellungen zu Live-Musik. Das Besondere: die Bildende Kunst wurde eigens für diesen Anlass kuratiert. Kunstrasen-Werke sind z.B. von Magie Thieme (Tassen-Skulptur), Reinhard Hölker (Vogelfutterhäuschen) und Chris Schmetz (politische Kunst) zu sehen. Daneben treten Werke der Queer.Art.Marburg.-Gruppe. Für beide Projekte ist Galeristin Jessica Petraccaro-Goertsches alias JPG die künstlerische Mentorin.

In Kooperation mit lokalen Vereinen, wie etwa dem Tuntonia e.V., entstehen auch historische Kunstwerke, die an die lokale Schwulenszene erinnern. Aber auch neuen Tendenzen wird gedacht, in bildungspolitischem Kontext ist beispielsweise eine Ausstellungs-Höhle zu verstehen, die sich Themen der Frau widmet: die Anatomie der Vulva oder Zyklusverständnis. Die „priDEmons“, Aufkleber von Illustratorin Elisabeth Liliac, transformieren die Verteufelung queerer Identitäten in die Coolness einer neuen Generation. Ähnlich decodiert das Projekt „Things not to say.“ Kommentare zum Überdenken“ queerphobische Kommentare, die in Bannern auf dem Rudolphsplatz zur öffentlichen Diskussion ausgestellt sind.

Der KUNSTRASEN ist eine Initiative des FD Kultur der Universitätsstadt Marburg, und wird im Kontext von Marburg800 und .KUNST.LABOR.STADT.PLATZ umgesetzt.

Weiterführende Informationen:
https://kunstprojekte-marburg.de/kunstrasen/
https://kunstprojekte-marburg.de/qam/
https://kunstprojekte-marburg.de/pridemons/
https://kunstprojekte-marburg.de/things-not-to-say-kommentare-zum-ueberdenken/

Pressemitteilung zum Projekt Kunstrasen.

#Mouna Jemal Siala: Kunstprojekt im August

Für den Marburger Rudolphsplatz entwickelt Mouna Jemal Siala im August 2022 eine raumgreifende Installation aus Stoff. Ihre Arbeit wird den innerstädtischen Platz mit Farbe und neuen Formen transformieren. Die Installationen der Künstlerin sind dabei nicht als distanzierte Kuunstwerke zu betrachten, sondern sie können von Passant*innen und Betrachter*innen sinnlich erfasst werden: Ihre Formen sind begehbar. Sie entwickeln sich erst, wenn man sie durch das Umgehen und  Hineinsehen selbst erschließt. In Farbe gehüllt, werden Passant*innen so selbst zum Teil der Installation und können durch die halbtransparenten Stoffe Innen und Außen, Öffentliches und Verhülltes, Offengelegtes und Verstecktes, am Platz neu wahrnehmen. Sie werden zu begehbaren Farbräumen im öffentlichen Raum. 

Diese neuen Raumformen dienen damit auch als temporäre Versammlungsorte. Damit reagiert Mouna Jemal Siala auf Spezifika des Ortes: Der Rudolphsplatz ist ein Durchgangsort und eine Passage der als Aufenthaltsort inmitten der Stadt und am Ufer des Flusses Lahn Aufenthaltsqualität erlangen könnte. Diese neuen Ansichten erprobt die Installation, indem sie Formen und Farbe an den Platz bringt und so andere Qualitäten und Potenziale des Ortes mit künstlerischen Mitteln unmittelbar werden lässt. 

Instagram und Facebook.

#Susanne Saker: Marburg brutal

Eine Auswahl von Fotografien zur Brutalismus-Architektur in Marburg hat Susanne Saker bis Mitte Juni im Rahmen des Stadtjubiläumsprojekts Kunst.Labor.Stadt.Platz am Rudolphsplatz gezeigt. Für die experimentelle Ausstellung wurden die Fotografie-Drucke direkt mit Makulaturkleister auf die Betonoberflächen rund um den Rudolphsplatz aufgebracht. Sie haben so den Platz mit anderen Marburger Bauten aus Beton verbunden. Im Juli folgt ein Bildband zum selben Thema von Susanne Saker. Marburg800-Bildband

Gerade „Betonmonster“ sind es, auf die sich die Marburger Fotografin Saker seit 2016 spezialisiert: „Mich fasziniert die Geometrie dieser Gebäude und dass sie durch die Fotografie eine ganz eigene Ästhetik entwickeln“, kündigt sie an. Die Fotografien wollen die skulpturalen Qualitäten solcher Bauten zugänglich machen. 

Sakers Motive richten den Blick auf die Ästhetik der Gestaltung in Beton, wie auf den Campus im Marburger Bausystem, auf das Hochschulrechenzentrum und das Fernheizwerk, das pagodenförmige Hörsaalgebäude auf den Lahnbergen sowie auf das ehemalige Postgebäude in der Stadt. Die Fotografin beschäftigt sich mit Form und Material der Gebäude sowie mit Veränderung und Verwitterung. Saker lebt und arbeitet in Marburg. Mit ihrer Kamera ist sie weltweit auf der Suche nach Ansichten ungewöhnlicher Architektur, Streetart und Alltagskultur. Ihre Beobachtungen teilt sie auf dem Instagramkanal @brutal_marburg

Pressemitteilung zu Fotografien von Susanne Saker

#Kunstprojekte „Licht und Schatten“ und „Unter Orten“

UNTER ORTEN zeigte im Jubiläumsjahr Marburg800 künstlerische Interventionen und Installationen am Rudolphsplatz. Studierende und Lehrende des Instituts für Bildende Kunst der Philipps-Universität eigeneten sich gemeinsam am Platz die Orte  an und erprobten das künstlerische Arbeiten im öffentlichen Raum: “Für alle Beteiligten war es eine aufregende und seltene Herausforderung außerhalb der Arbeit im Atelier oder am Rechner mit ortsspezifischen Interventionen die Atmosphäre und Gestaltung des Rudolphsplatzes neu und temporär zu definieren”, beschreibt der Künstler und Professor für Grafik und Malerei Klaus Lomnitzer.

UNTER ORTEN erkundete dabei den tiefergelegten Unort zwischen Lahn und Oberstadt, seine Unterführungen und Gänge, seine ungesehenen Ecken und Ortsspezifika aus künstlerischer Perspektive:  Die Künstler*innen richteten den Fokus entweder durch kleine Eingriffe in bestehende Architekturen auf bisher übersehene Details oder den Blick vom Platz ausgehend auf interessante Umgebungen von Lahn bis zum Himmel über Marburg. Sie griffen ein, verfremdeten, verstärkten, überdeckten oder entwickelten den Platz neu. Ganz im Zeichen der Jubiläumssäule "Marburg erfinden". Dabei wurden die verschiedenen performativen, aktionistischen, malerischen, typografischen, plastischen, interaktiven und installativen Einzelprojekte zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit dem Ort verbunden.

Im gleichen Projektzeitraum experimentierten Sigrun Bennemann, Niels Pahl, Jakob Stötzel, Philipp Weis und Anne Winter für LICHT UND SCHATTEN mit Projektionen auf nachleuchtender Farbe. Im Depot unter der Weidenhausender Brücke zeigten sie dienstags bis samstags jeweils von 16 bis 20 Uhr eine Serie von Bildwerken, in denen digitale Videoarbeiten und das analoge Nachleuchten von Farbpigmenten miteinander korrespondieren. Es entstand ein visuelles Spiel von aktuellem und vergangenem Bild, eine Art Collage über die Zeit hinweg.

Mit der international tätigen Bettina Pelz hat das Marburg800-Projekt „Kunst. Labor. Stadt. Platz.“ eine erfahrene Kuratorin gewonnen, zu deren Schwerpunkten Kunst im Kontext gehört. Denn im Stadtjubiläumsjahr 2022 wird der Rudolphsplatz bis hjm Herbst zum Ort künstlerischer Denk­anstöße werden. 

Alle KLSP-Termine im Juni 

2. - 19.6.2022, MO-SO, ganztägig, Rudolphsplatz, .KUNST.LABOR.STADT.PLATZ, Ausstellung, SUSANNE SAKER, MARBURG BRUTAL            
15.6.2022, MI, 15 - 16:30 Uhr, Religionskundliche Sammlung, .KUNST.LABOR.STADT.PLATZ, Kunst befragen, DIVERSITY VISIT Ausstellunsgbesuch, Genauer betrachtet: Diskriminierung und Marginalisierung in aktuellen Ausstellungsprojekten z.B. Religionswissenschaftliche Sammlung der Philipps-Universität                                                    
8.6.2022, MI, 15 - 17 Uhr, Rudolphsplatz, KunstWerkStatt Marburg, Kreatives Experimentieren, KUNST-KOFFER, Offen für alle: Experimentieren mit künstlerischen Materialien                                            
15.6.2022, MI, 15 - 17 Uhr, Rudolphsplatz, KunstWerkStatt Marburg, Kreatives Experimentieren, KUNST-KOFFER Offen für alle: Experimentieren mit künstlerischen Materialien                                                
20.6.2022, MO, 18 - 20 Uhr, .KUNST.LABOR.STADT.PLATZ, Kunst befragen, PERSPEKTIVWECHSEL Workshop, Genauer betrachtet: Zeitgenössische Kunst am Rudolphsplatz                                                   
22.6.2022, MI, 15 - 17 Uhr, Rudolphsplatz, KunstWerkStatt Marburg, Kreatives Experimentieren, KUNST-KOFFER Haltestelle, Offen für alle: Experimentieren mit künstlerischen Materialien            
22.6.2022, MI, 17 - 20 Uhr, Online, .KUNST.LABOR.STADT.PLATZ, Kunst befragen, ACCEPT - ALLOW - AGREE, Online Workshop, Genauer betrachtet: Diversitätsentwicklung in Kunst und Kultur            
29.6.2022, MI, 15 - 17 Uhr, Rudolphsplatz, KunstWerkStatt Marburg, Kreatives Experimentieren, KUNST-KOFFER Haltestelle, Offen für alle: Experimentieren mit künstlerischen Materialien            
30.6.2022, DO, 18 - 20 Uhr, Rudolphsplatz, .KUNST.LABOR.STADT.PLATZ, Über Kunst sprechen, MOUNA JEMAL SIALA, ORTSTERMIN Gespräche, Performances und Kunstaktionen  

Höhepunkte im Juli

9.7., 14-22 Uhr, Rudolphsplatz, Kunstrasen-Projekt
14-16. Juli, Rudolphsplatz, Music Lab         

#ACCEPTALLOWAGREE 

ACCEPT – ALLOW – AGREE ist eine Einladung an Künstler*innen und Kurator*innen, Kunsthistoriker*innen und Sozialwissenschaftler_innen, Kulturproduzent*innen und Aktivist*innen, Interessierte und Engagierte, gemeinsam die aktuellen Diversitäts-Strategien in Kunst und Kultur zu reflektieren, zu überdenken und neu zu gestalten.

ACCEPT – ALLOW – AGREE ist eine Gesprächsreihe, die unterschiedliche Akteur*innen – transdisziplinär und international – vernetzt, um die Diskriminierungs-kritische Debatte in den Kontexten von Kunst und Kultur zu vertiefen. Im Rahmen von drei Runden Tischen und einer Zukunftswerkstatt geht es darum, Vorschläge zu entwickeln, um mehr Diversität in Kunst und Kultur inhaltlich und strukturell zu verankern.

ACCEPT – ALLOW – AGREE besteht aus drei Runden Tischen, die einmal im Monat von April bis Juni 2022 online stattfinden. Vom 31. August bis zum 4. September gibt es eine dreitägige Zukunftswerkstatt. Als internationales Projekt ist die Projektsprache Englisch. Konzept, Programmgestaltung und Moderation liegt bei Bettina Pelz und Celica Fitz von dem kuratorischen Kollektiv .KUNST.LABOR.STADT.PLATZ.

Interessierte können sich bei Celica Fitz (celica@kunstprojekte-marburg.de) anmelden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Als internationales Projekt ist die Projektsprache Englisch. Die Teilnahme ist kostenfrei.

#KUNST-KOFFER: Neue Haltestation am Rudolphsplatz

Der Kunst-Koffer lädt ab Ende April jeden Mittwoch zum Mitmachen ein. (Foto: pixabay)

Der Kunst-Koffer macht zum Stadtjubiläum Station am Rudolphsplatz. Für drei Monate – vom 27. April bis zum 27. Juli, mittwoch von 15 bis 17 Uhr – öffnen sich die mit Ton und Farben gefüllten Koffer mitten in Marburg und laden zu künstlerischen und kreativen Experimenten ein: für jede und jeden – egal wie jung oder alt! Das Programm ist kostenlos und findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Kunst-Koffer sind eine mobile Initiative und ein Projekt mit Dozent_innen der KunstWerkStatt Marburg e.V. Seit 2008 gibt es viele Haltestellen im öffentlichen Raum Marburgs an denen mit künstlerischen Materialien gearbeitet und experimentiert werden kann. Anlässlich des Stadtjubiläums Marburg800 und im Rahmen von .KUNST.LABOR.STADT.PLATZ kommt eine Station in der Innenstadt am Rudolphsplatz dazu.

Übrigens: Vom 14. bis 17. Juli wird der Platz zur Location für ein Musiclab, mit Sessions, Produktion und Abschlusskonzert für 16- bis 24-Jährige.

Über das ganze Jahr laden weitere Kunstaktionen dazu ein, zu verweilen, mit zu gestalten und den Ort neu zu denken. Um die vielfältigen Aktionen von „Kunst.Labor.Stadt.Platz" im Auge zu behalten, lohnt sich immer ein Blick auf das Programm unter Kunstprojekte-Marburg.de und auf der Jubiläumshomepage.

#Stadt suchte kreative Beiträge für Kultur-Fest „Kunstrasen“

Im Rahmen der Kunstprojekte von „Kunst.Labor.Stadt.Platz“ zum Stadtjubiläum am Rudolphsplatz suchte der Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg kreative Projektbeiträge für das Fest „Kunstrasen“ am Samstag, 9. Juli. Kuratorin des Festes ist die Marburger Künstlerin und Galeristin Jessica Petraccaro-Goertsches (JPG). „Kunstrasen“ soll ein Fest für die Kunstszene, Subkultur und Diversität sein, offen für alle, von Marburger*innen für Marburger*innen. Wie auch bei den anderen Projekte von „Kunst.Labor.Stadt.Platz“ wird der Rudolphsplatz zum Ort der Begegnung, der Kunst und Kultur. Dabei geht es um Perspektiven der Naherholung im öffentlichen Raum, städtisches Zusammenleben, Respekt, Vielfalt und Kunstgenuss. Dazu wurden Beiträge gesucht, ein Teil des Plans steht auch schon: So wird die Queer.Art.Marburg-Gruppe sich am Programm beteiligen, mit einem Drag Workshop, Musik und Performances. Auch zum Picknicken soll der Rudolphsplatz einladen.

Die Queer.Art.Marburg-Gruppe wurde im November vom städtischen Fachdienst Kultur in Zusammenarbeit der „Kunstrasen“-Kuratorin gegründet, um Netzwerke neu zu beleben. Gleichzeitig wird damit auch der Magistratsbeschluss „Marburg zum Freiheitsraum für LGBTIQ-Personen erklären – Diskriminierung entgegentreten“ umgesetzt.

Gesucht wurden Kunst- und Kulturbeiträge – etwa Musik, Performances, Vorträge, Gespräche – grundsätzlich war die Jury offen für alle Vorschläge. Es konnten sich Einzelpersonen und Gruppen mit Ideen bei der Kuratorin des Festes Jessica Petraccaro-Goertsches bewerben. Petraccaro-Goertsches wählt die Beiträge gemeinsam mit dem Fachdienst Kultur, Kunstsammler Florian Peters-Messer sowie Bettina Pelz aus. Sie ist Kuratorin von „Kunst.Labor.Stadt.Platz“.
Hier erfahren Sie mehr über das Fest „Kunstrasen“.

#Eröffnung am 8. und 9. April: Stadtjubiläum verwandelt Rudolphsplatz in Bühnenraum

„KUNST.LABOR.STADT.PLATZ ist ein neues Projekt im Rahmen unseres Jubiläums zum 800. Stadtgeburtstag. Der Rudolphsplatz in der Stadt wird zu einem Ort der besonderen Begegnung, an dem Kunst und Experimentierfreude zusammenkommen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies während der Eröffnung der Reihe. „Was Sie hier erwartet, ist Kunst, ist Intervention, ist Provokation – und das auf eine neue und kreative Art und Weise. Ich wünsche allen den größten Spaß dabei“, so der OB.

Die Reihe „KUNST.LABOR.STADT.PLATZ“ hat der Fachdienst Kultur der Stadt mit der AG Kunst und der Kuratorin Bettina Pelz zum MR800-Schwerpunkt „Marburg erfinden“ entwickelt. Das Kunstprojekt „The Dorf“ gab es zur Eröffnung der Reihe gleich an zwei Tagen auf dem Rudolphsplatz. Mit der Komposition „Yas y Gosia", zu Deutsch „Hänsel und Gretel", kam ein Mix aus Musik, Videoprojektionen von Anastasija Delidova und Lichtspielen der RaumZeitPiraten zur Erstaufführung. Die audiovisuelle Komposition wurde von „The Dorf“, einer 25-köpfigen Band aus dem Ruhrgebiet, umgesetzt. Viele Marburger*innen kamen, um sich das Spektakel anzusehen sowie anzuhören. Zudem konnten Besucher*innen vor Ort mit den Künstler*innen verschiedene Spiele spielen. „Noch nie war der Platz so lebendig", freute sich der OB und dankte allen Beteiligten für die Idee, den Rudolphsplatz im Jubiläumsjahr zu einem neuen Ort der Begegnung umzugestalten.

Denn über das ganze Jahr laden am Rudolphsplatz nun weitere Kunstaktionen dazu ein, zu verweilen, mitzugestalten und den Ort neu zu denken. Die vielfältigen Aktionen von „Kunst.Labor.Stadt.Platz" sind im Programm unter www.Kunstprojekte-Marburg.de und auf der Jubiläumshomepage zu finden. „Wir freuen uns, so vielen verschiedenen Künstler*innen und ihren Werken sowie Ideen in unserem Jubiläumsjahr hier auf dem Rudolphsplatz begegnen zu können“, sagte Kulturamtsleiterin Ruth Fischer. „Alle Marburger*innen und Neugierigen, die Marburg besuchen, sind herzlich eingeladen, an den Aktionen teilzunehmen, hier zu verweilen und sich auszutauschen.“

Eine Videoinstallation von Gudrun Barenbrock lief bereits bis zum 8. Mai am benachbarten Gerhard-Jahn-Platz. Der Jubiläumsschwerpunkt "Marburg erfinden" steht für die Zukunft unserer Stadt. „Dass dafür gerade ein Platz ausgesucht wurde, der in den 60er und 70er Jahren entstanden ist und somit eine Zukunftsvision der Vergangenheit symbolisiert, ist ein durchaus gewünschtes kreatives Spannungsfeld für die Kunst im öffentlichen Raum", so Oberbürgermeister und Kulturdezernent Dr. Thomas Spies.

Damals war die autogerechte Stadt das Leitmotiv. Heute treten Architekten wie der renommierte Planer Jan Gehl aus Dänemark dafür ein, Städte menschenfreundlich zu machen. Seine Ideen dazu stellte er auf dem Weg zum Stadtjubiläum in Marburg vor.

Jetzt will die Bildende Kunst dazu beitragen, den Platz attraktiver zu machen und Denkanstöße zu geben. Mit „Kunst.Labor.Stadt.Platz" wird das Scharnier zwischen Oberstadt, Weidenhausen sowie Unistraße und Gutenbergstraße lebendig. „Niemand, der in Marburg lebt, kommt um diesen Ort herum. Und warum auch?", so der Grundgedanke der AG Kunst bei der Platzauswahl.

Denn neben der Stadt mit dem Fachdienst Kultur gehört der Zusammenschluss von Kunsteinrichtungen zu den Initiator*innen: Das Institut für Bildende Kunst, der Kunstverein, die FotoCommunity, die KunstWerkStatt, das Institut für Kirchenbau und Kunst der Gegenwart, das Museum für Kunst und Kulturgeschichte, der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler und die örtliche Hiobs Bar – sie alle machen mit.

Kuratorin
"In Marburg gibt es die außergewöhnliche Situation einer Vielzahl und Vielfalt an Kunst- sowie Kulturinstitutionen und -organisationen, die sich auf ein kooperatives Vorhaben anlässlich des Stadtjubiläums verständigt haben“, hebt Kuratorin Bettina Pelz hervor und bezeichnet das als hervorragende Voraussetzung für das Projekt "Kunst. Labor. Stadt. Platz."

„Direkt an der Lahn unterhalb der neu gestalteten Brücke gelegen - und nun auch wieder mit einem Café ausgestattet - hat der Platz eine fast großstädtische Qualität, die durch die künstlerische Interventionen vielleicht im Positiven gestärkt werden kann", so der Ansatz. Um das umzusetzen wurde die international erfahrene Kuratorin Bettina Pelz mit der künstlerischen Leitung betraut, die gleich zur Eröffnung auch überregionale Impulse einbringt.

 

#Rückblick: Videoinstallation zu Marburger Betonbeständen beim Kunstverein

Einen Vorgeschmack gab es mit der großformatigen Videoinstallation „Re:mixed" der Kölner Künstlerin Gudrun Barenbrock als Preview bis zum 8. Mai. Sie projizierte Collagen aus bewegten ortsspezifischen Bildern auf die Wand des Kunstvereins am Gerhard-Jahn-Platz. Für „Re:mixed" arbeitete Barenbrock mit verschiedenen Archiven: Sie verwendete Bildmaterial aus Marburger Beständen, die die Geschichte des Bauens mit Beton in der Stadt dokumentieren. Die Videoarbeit war mit Marburger Akteur*innen der „AG Beton" entstanden, die sich für „Kunst.Labor.Stadt.Platz" auf Spurensuche zur Stadtgestaltung begeben haben. 

 

 

 

Zur Person: Kuratorin Bettina Pelz

Kuratorin Bettina Pelz lehrt an der Hochschule der Künste in Bremen, hat beste Kontakte nach Tunis und zum Goethe-Institut. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Licht in Kunst, Design und Architektur. Dabei zählen Beteiligung und die Erfahrbarkeit der Kunst. Mehr unter www.bettinapelz.de.

 

AG Kunst
Die Träger*innen der Kunst am Rudolphsplatz. (Foto: Georg Kronenberg)
Kuratorin Bettina Pelz mit den Vertreter*innen der Marburger Kunst- und Kultureinrichtungen: 1. Reihe v. l.: Ruth Fischer, Fachdienstleitung Kultur, Kristina Gansel, Kunstmuseum Marburg, Carola Schneider, Kunstverein Marburg, Susanne Dilger, Kunstwerkstatt Marburg, Klaus Lomnitzer, Institut für Bildende Kunst, Christoph Otterbeck, Leitung Kunstmuseum Marburg, 2. Reihe (v. l.) Bettina Pelz, Kuratorin, Andreas Maria Schäfer, FotoCommunityMarburg, Volker Schönhals, BBK Mittelhessen, 3. Reihe (v. l.) Yasin Eryilmaz und Antje Büttner-Teleaga, Hiobs Bar.
Gefördert durch:
Projektträger*in
Marburg erfinden, AG Kunst, FD 41 - Kultur, Nils Böttner
06421 201-4106
nils.boettner@marburg-stadt.de
Veranstaltungsort
Rudolphsplatz
35037 Marburg
Google Maps
Marburg erfinden, AG Kunst, FD 41 - Kultur, Nils Böttner

Kunst

Rudolphsplatz

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© Foto von Monika Bunk
© Foto von Stefanie Ingwersen, Stadt Marburg
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© Foto von Monika Bunk
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© Foto von Sabine Preisler
© Foto von Sabine Preisler
© Foto von Sabine Preisler
Die Marburger Fotografin Susanne Saker hat die monströse Beton-Ästhetik Marburgs aufgespürt. Ihre Ausstellung "MARBURG BRUTAL" am Rudolphsplatz ist vom 2. bis 19. Juni zu sehen. © Foto von Susanne Saker
Die Marburger Fotografin Susanne Saker hat die zuweilen monströse Beton-Ästhetik Marburgs aufgespürt. Ihre Ausstellung "MARBURG BRUTAL" am Rudolphsplatz ist vom 2. bis 19. Juni zu sehen. © Foto von Susanne Saker
Die Marburger Fotografin Susanne Saker hat die zuweilen monströse Beton-Ästhetik Marburgs aufgespürt. Ihre Ausstellung "MARBURG BRUTAL" am Rudolphsplatz ist vom 2. bis 19. Juni zu sehen. © Foto von Susanne Saker
Die Marburger Fotografin Susanne Saker hat die zuweilen monströse Beton-Ästhetik Marburgs aufgespürt. Ihre Ausstellung "MARBURG BRUTAL" am Rudolphsplatz ist vom 2. bis 19. Juni zu sehen. © Foto von Susanne Saker
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