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© Foto von Heike Heuser
Hannelore Berdux macht als Zeitzeugin im Mitwirkungsprojekt "Gesichter erzählen Geschichten" ihre Lebensgeschichte in einer Ausstellung und Publikation für alle Generationen erlebbar.
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© Foto von Dr. Sabine Schock
Sylvia Moritz erzählte aus ihrem Leben als älterer Mensch in Marburg und ist Teil der Ausstellung "Gesichter erzählen Geschichten - Lebensgeschichten älterer Marburger*innen" ab 8. April 2022
Ausstellung und Publikation

Gesichter erzählen Geschichten

Im Projekt "Gesichter erzählen Geschichten" haben Menschen Interviews gegeben, die viel zu erzählen haben. Daraus sind Biografien von Bürger*innen der Stadt Marburg zwischen 60 und 95 Lebensjahren entstanden, die uns Zeitgeschichte menschlich erlebbar machen. Ihre Gesichter haben Fotografin Heike Heuser und Malerin Dr. Sabine Schock fotografiert und gemalt. Mit ihren Erzählungen haben die Porträtierten auch einen Einblick in ihr heutiges (Er)leben als älterer Mensch in Marburg gegeben. Sie zeigen uns auf, wie "gutes Älterwerden" in Marburg möglich ist. Mit der Ausstellung "Gesichter erzählen Geschichten - Lebensgeschichten älterer Marburger*innen" und der dazugehörigen Publikation werden diese Zeitzeugnisse in Wort und Bild der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung wird am 8. April 2022 von 16.00 - 19.00 Uhr im Beratungszentrum mit integriertem Pflegestützpunkt (BIP) eröffnet. Bis zum 4. Juni 2022 können Sie die Ausstellung im BIP (Am Grün 16, Rudolphplatz) besuchen. Es wird auch eine Publikation mit den Bildern und Geschichten der Zeitzeug*innen erscheinen. 

Marburgs Altenplanung und die Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf haben zusammen mit Initiativen aus den Stadtteilen sowie dem Senior*innenbeirat mit dem Projekt "Gesichter erzählen die Geschichte", Menschen zu Wort kommen lassen, die uns über die ganze Fülle der zweiten Lebenshälfte erzählen können. Es sind die Geschichten von älteren Menschen, die Familienmitglieder, Freund*innen und Nachbar*innen sind. Und die über ihre private Lebenswelt hinaus, in einer Ausstellung und einer Publikation für die breite Öffentlichkeit sichtbar werden. So wird erzählte und aufgeschriebene Lebensgeschichte zu Zeugnissen der Zeitgeschichte der Jubiläumsstadt Marburg. Die Zeitzeug*innen leben teilweise seit Jahrzehnten in Marburg und der näheren Umgebung, sie sind in Marburg geboren oder haben Marburg als Wohnort erwählt. Sie haben viel erlebt und können uns aus ihrer Sicht einen neuen Einblick in das Leben in der Jubiläumsstadt geben.

Bild
Sie haben den älteren Bürger*innen von Marburg die Möglichkeit gegeben über ihr Leben gestern und heute zu erzählen: Die Projektpartner von "Gesichter erzählen Geschichten".

Erinnern, Erleben und Erfinden 

Marburg feiert 2022 sein 800-jähriges Jubiläum als Stadt und will dabei erinnern, erleben und erfinden. Genau diesen Perspektiven widmet sich das Projekt „Gesichter erzählen Geschichten“ im Gespräch mit Marburger*innen zwischen 60 und 95 Jahren. Ihre Biografien stehen zum Stadtjubiläum Marburg800 im Mittelpunkt. Denn wer kann sich besser erinnern als Zeitzeug*innen - auch solche, die sonst nicht im Rampenlicht stehen - mit ihren Lebensspuren. Genauso soll es um die Frage gehen, wie ältere Menschen in Marburg erlebt werden: aktiv in Gruppen, mit Engagement, aber auch in der „Verletzlichkeit“ des Alterns. Interviews mit Älteren veranschaulichen die Vielfalt ihrer Erfahrungen und Aktivitäten: Kommunikation (auch digital), Teilhabe, Barrierefreiheit und Mobilität, Unterstützung im Hier und Jetzt. In Marburg als älterer Mensch zu leben soll anschaulich für alle werden.

Ältere Menschen im Mittelpunkt

Mit dem Schwerpunkt „Marburg erfinden“ geht es schließlich darum, wie Senior*innen die Zukunft auf Basis von Lebenserfahrungen und Vergangenheit einschätzen? Wo sehen sie Wege und Aufgaben, welche Ideen haben sie? Wichtig: Das ganze Projekt wird von älteren Marburger*innen selbst gestaltet. Denn sie sind die Expert*innen ihrer Lebensphase. Freiwillige haben so unterschiedlichste ältere Menschen aus verschiedenen Stadtteilen interviewt. Eine spannende Frage dabei: Was verbindet „Altmarburger*innen“ und „Wahlmarburger*innen“? Fotografien von Heike Heuser und Gemälde von Sabine Schock portraitieren die Befragten sehr persönlich. Autorin Katrin Völker fasst die Kurz-Portraits zusammen. Das Ziel:  Zum Jubiläum ältere Menschen in ihrer Vielfalt zeigen und mit ihnen feiern.

Biografien als Gesamtkunstwerk

Mit großen Engagement bereits dabei sind in der Vorbereitung die Aktiven Bürger*innen Cappel, die Alzheimer Gesellschaft Marburg-Biedenkopf, der Arbeitskreis Soziale Brennpunkte, das Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen, der Club der Aktiven am Ortenberg, das Dorfcafé Bortshausen, Freiwillige aus Wehrda, Ockershausen und dem Campusviertel, der Heimat- und Kulturverein Elnhausen und nicht zuletzt der Senior*innenbeirat.

 

Gefördert durch:
Projektträger*in
Fachdienst Altenplanung, Freiwilligenagentur, Senior*innenbeirat, Kooperationspartner der Stadtteile
06421 201-1844
altenplanung@marburg-stadt.de
www.marburg.de/altenplanung
Veranstaltungsort
Beratungszentrum mit integriertem Pflegestützpunkt (BIP)
Am Grün 16 (Rudolphplatz)
35037 Marburg
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© Januar 2022 - marburg800