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Stadträtin Kirsten Dinnebier eröffnet die Ausstellung „Gesichter erzählen Geschichten“ im Beratungszentrum mit integriertem Pflegestützpunkt.
Stadträtin Kirsten Dinnebier (2.v.r.) dankte der Fotografin Heike Heuser (l.), der Künstlerin Dr. Sabine Schock (2.v.l.) und der Autorin Katrin Völker für ihr kreatives Einfangen der Lebensgeschichten.
Das Duo Sang und Klang begleitete die Vernissage musikalisch.
Hannelore Berdux macht als Zeitzeugin im Mitwirkungsprojekt "Gesichter erzählen Geschichten" ihre Lebensgeschichte in einer Ausstellung und Publikation für alle Generationen erlebbar.
Sylvia Moritz erzählte aus ihrem Leben als älterer Mensch in Marburg und ist Teil der Ausstellung "Gesichter erzählen Geschichten - Lebensgeschichten älterer Marburger*innen" ab 8. April 2022

Lebensgeschichten als Teil der Stadtgeschichte - Porträts von Menschen von 60 bis 97
Gesichter erzählen Geschichten - neue Stadtschrift und Ausstellung

So wird erzählte und aufgeschriebene Lebensgeschichte zum Zeugnis der Zeitgeschichte der Jubiläumsstadt Marburg. Die Zeitzeug*innen leben teilweise seit Jahrzehnten in Marburg und der näheren Umgebung, sie sind in Marburg geboren oder haben Marburg als Wohnort erwählt. Sie haben viel erlebt und können uns aus ihrer Sicht einen neuen Einblick in das Leben in der Jubiläumsstadt geben.

Sie haben den älteren Bürger*innen von Marburg die Möglichkeit gegeben über ihr Leben gestern und heute zu erzählen: Die Projektpartner von "Gesichter erzählen Geschichten".

Erinnern, Erleben und Erfinden 

Marburg feiert 2022 sein 800-jähriges Jubiläum als Stadt und will dabei erinnern, erleben und erfinden. Genau diesen Perspektiven widmet sich das Projekt „Gesichter erzählen Geschichten“ im Gespräch mit Marburger*innen zwischen 60 und 95 Jahren. Ihre Biografien stehen zum Stadtjubiläum Marburg800 im Mittelpunkt. Denn wer kann sich besser erinnern als Zeitzeug*innen - auch solche, die sonst nicht im Rampenlicht stehen - mit ihren Lebensspuren. Genauso soll es um die Frage gehen, wie ältere Menschen in Marburg erlebt werden: aktiv in Gruppen, mit Engagement, aber auch in der „Verletzlichkeit“ des Alterns. Interviews mit Älteren veranschaulichen die Vielfalt ihrer Erfahrungen und Aktivitäten: Kommunikation (auch digital), Teilhabe, Barrierefreiheit und Mobilität, Unterstützung im Hier und Jetzt. In Marburg als älterer Mensch zu leben soll anschaulich für alle werden.

Ältere Menschen im Mittelpunkt

Mit dem Schwerpunkt „Marburg erfinden“ geht es schließlich darum, wie Senior*innen die Zukunft auf Basis von Lebenserfahrungen und Vergangenheit einschätzen? Wo sehen sie Wege und Aufgaben, welche Ideen haben sie? Wichtig: Das ganze Projekt wird von älteren Marburger*innen selbst gestaltet. Denn sie sind die Expert*innen ihrer Lebensphase. Freiwillige haben so unterschiedlichste ältere Menschen aus verschiedenen Stadtteilen interviewt. Eine spannende Frage dabei: Was verbindet „Altmarburger*innen“ und „Wahlmarburger*innen“? Fotografien von Heike Heuser und Gemälde von Sabine Schock portraitieren die Befragten sehr persönlich. Autorin Katrin Völker fasst die Kurz-Portraits zusammen. Das Ziel:  Zum Jubiläum ältere Menschen in ihrer Vielfalt zeigen und mit ihnen feiern.

Biografien als Gesamtkunstwerk

Mit großen Engagement bereits dabei sind in der Vorbereitung die Aktiven Bürger*innen Cappel, die Alzheimer Gesellschaft Marburg-Biedenkopf, der Arbeitskreis Soziale Brennpunkte, das Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen, der Club der Aktiven am Ortenberg, das Dorfcafé Bortshausen, Freiwillige aus Wehrda, Ockershausen und dem Campusviertel, der Heimat- und Kulturverein Elnhausen und nicht zuletzt der Senior*innenbeirat.

Zur Ausstellung

„Die Stadt Marburg ist geprägt von ihrer langjährigen Geschichte, die vor allem von den Bewohner*innen geformt wurde“, sagt Stadträtin Kirsten Dinnebier während der Vernissage zur Eröffnung der Ausstellung „Marburg erinnern – Gesichter erzählen Geschichten“. „Wenn wir also in diesem Jahr das Stadtjubiläum begehen, so ist es nur passend, dass die ältere Generation berichtet, woran sie sich erinnert und wie sie Marburg im Laufe der Zeit erlebt hat.“ Bei den Erfahrungen, die in der Ausstellung zu finden sind, handle es sich um wertvolle zeitgeschichtliche Dokumente für deren Erzählung und Aufbereitung Sozialdezernentin Dinnebier allen Beteiligten herzlich dankte.

Zur Eröffnung stellte Dr. Petra Engel, Fachdienstleitung Altenplanung, die Lebensgeschichten der Marburger*innen in einem Kurz-Vortrag in ihren jeweiligen historischen Kontext. Denn die 19 Marburger*innen stammen aus unterschiedlichen Generationen – die einen aus der Nachkriegszeit, die anderen aus den 68ern – und sind damit auch unterschiedlich geprägt worden. „Die heutige Ausstellung zeigt, das Erinnern und Erleben essentiell sind, um erfinden zu können“, sagt Engel und ergänzt: „Die Fotos und Gemälde der Gesichter dieser Marburger*innen, die ihre Geschichte erzählen, sind eine Momentaufnahme ‚Älterwerdender Menschen‘ im Jubiläumsjahr Marburg800 und führen gleichzeitig durch die Geschichte der Stadt.“

Interessierte können die Ausstellung „Marburg erinnern – Gesichter erzählen Geschichten“ im Rahmen des Stadtjubiläums bis Freitag, 7. Oktober, während der Öffnungszeiten des (BiP) besuchen.
Zudem wird es in diesem Zeitraum weitere Veranstaltungen geben, die sich thematisch mit „Gut Älterwerden“ in Marburg beschäftigen.

Gefördert durch:
Projektträger*in
Fachdienst Altenplanung, Freiwilligenagentur, Senior*innenbeirat, Kooperationspartner der Stadtteile
06421 201-1844
altenplanung@marburg-stadt.de
www.marburg.de/altenplanung
Veranstaltungsort
Beratungszentrum mit integriertem Pflegestützpunkt (BIP)
Am Grün 16 (Rudolphplatz)
35037 Marburg
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