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Zum Zukunftslab über Geschlechtergerechtigkeit im Kulturbetrieb, politische Repräsentation von Frauen* und Arbeit gegen Partnergewalt lädt das Stadtjubiläum für Anfang Juni alle Interessierten ein. (Foto: melitas/shutterstock.com)

Zukunftslab mit Marburgs Partnerstädten
Gleichberechtigung international vernetzt

„Sister Cities for Gender Equality“ heißt das internationale Zukunftslab zu Themen der Geschlechtergerechtigkeit, das am 3. und 4. Juni im Rahmen des Stadtjubiläums Marburg800 stattfindet. Vertreter*innen von Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Interessierte aus der Marburger Stadtgesellschaft werden sich mit Delegationen aus Eisenach, Maribor, Northampton, Poitiers, Sibiu und Sfax austauschen. Die Anmeldung ist noch bis 13. Mai möglich.

Hier geht es zum Podcast „Hör mal Marburg“ über das Zukunftslab des Gleichberechtigungsreferates der Stadt Marburg

Das umfangreiche Programm der internationalen Tagung finden Sie als PDF unter "Downloads".

Themen des Zukunftslabs sind Geschlechtergerechtigkeit im Kulturbetrieb, politische Repräsentation von Frauen* sowie die Arbeit gegen geschlechterbasierte Gewalt, insbesondere Partnergewalt. Dahinter steht die Frage, wie Kommunen die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen* am gesellschaftlichen Leben weiter fördern und die Grundlagen für eine gewaltfreie und gleichberechtigte Zukunft für alle legen können. „Um diese Frage zu beantworten, wollen wir die vielfältigen Sichtweisen unserer Partnerstädte zusammenbringen, erfolgreiche Ansätze und Ideen wechselseitig austauschen, voneinander lernen und Neues entwickeln“, sagt Dr. Christine Amend-Wegmann, Leiterin des Gleichberechtigungsreferats. Ziel ist, dass jede Stadt ein kleines Projekt mit nach Hause nimmt und umsetzt.

Das Zukunftslab wird vom städtischen Gleichberechtigungsreferat zusammen mit dem Kulturamt, dem KFZ Marburg, der Juko Marburg und dem Verein Frauen helfen Frauen Marburg organisiert und findet am 3. Juni von 10 bis 17 Uhr und am 4. Juni von 10 bis 15 Uhr statt. Starten wird das Zukunftslab am Freitag, 3. Juni, um 10 Uhr mit dem Thema „Politische Repräsentation von Frauen*“. Es wird behandelt, was Frauen* im internationalen Vergleich daran hindert, sich politisch zu beteiligen, und was es konkret braucht, damit sich daran etwas ändert. Wie Zugänge für Frauen* in die Politik gestaltet werden können, wird anschließend mit Vertreterinnen aus Eisenach, Maribor und Marburg besprochen. Neben dem Mentoring-Programm aus Marburg wird in diesem Rahmen auch ein Programm für einen Tag mit einer Abgeordneten vom Institut für Geschlechtergerechtigkeit Maribor vorgestellt. 

Ab 14 Uhr geht es um die Arbeit gegen geschlechtsbezogene Gewalt. Inhaltlich einführen wird Prof. Dr. Stefanie Bock vom Institut für Kriminalwissenschaften der Philipps-Universität Marburg mit einem Vortrag über die Istanbul-Konvention als internationalem rechtlichen Rahmen für die Arbeit gegen geschlechtsbezogene Gewalt. Es folgen drei parallele Workshops mit den Themen „Beraten, schützen, unterstützen bei geschlechtsbezogener Gewalt“, „Sexismus sichtbar machen, präventiv arbeiten“ sowie „Mehrfachdiskriminierung: Beratung und Unterstützung für queer lebende Personen“. Die Ergebnisse des Nachmittages werden abschließend zusammengetragen.

Am Samstag, 4. Juni, geht es ab 10 Uhr um Geschlechtergerechtigkeit im Kulturbetrieb. Es werden Initiativen für Geschlechtergerechtigkeit im Kulturbetrieb vorgestellt, zum Beispiel Keychange Germany, die nach eigenen Aussagen talentierte, unterrepräsentierte Geschlechter mit Schulungen, Mentoring und Netzwerkunterstützung sowie Konferenzen und Präsentationsmöglichkeiten auf Partnerfestivals unterstützt. Unter diesem Schwerpunkt wird es neben einem Open Space zum freien Austausch zwei Workshops geben. Der eine befasst sich mit Ansätzen zur gendergerechten Nachwuchsförderung in der Musik. Der zweite Workshop wird Raum zur Vernetzung und zum Kennenlernen von Theater- und Kulturinstitutionen in Hinblick auf eine geschlechtergerechte Kultur geben. Durch den Tag wird Hannah Weiss, Jazzmusikerin und Moderatorin, führen und die Ergebnisse am Nachmittag mit den Anwesenden zusammentragen. Das Zukunftslab wird überwiegend simultan übersetzt in Deutsch, Englisch und Französisch. 

Anmeldung bis zum 13. Mai

Das Zukunftslab wird von der Europäischen Kommission im CERV-Programm für Bürgerrechte, Gleichberechtigung, Rechte und Werte gefördert. Die Teilnahme ist kostenfrei und entweder in Präsenz im Erwin-Piscator-Haus oder digital möglich. Interessierte melden sich dazu bitte mit einem Anmeldebogen (Deutsch, Englisch oder Französisch) bis zum 13. Mai beim Gleichberechtigungsreferat unter gleichberechtigungsreferat@marburg-stadt.de an.

Den Anmeldebogen sowie weitere Informationen gibt es beim Gleichberechtigungsreferat, 06421-2011377 oder gleichberechtigungsreferat@marburg-stadt.de sowie unter www.marburg.de/zukunftslab

Kulturelles Rahmenprogramm

Im Mai: Das Kulturprogramm „Women* on Stage“ lädt zu Ausstellungen, Filmen, Konzerten, Lesungen und mehr ein. Der Film „Das Ereignis“ wird am 10. Mai, „Tove“ am 24. Mai jeweils ab 19.30 Uhr im Capitol in der Biegenstraße gezeigt. Der ermäßigte Eintritt beträgt für alle 5 Euro. Das Kulturprogramm „Women* on Stage“ wird laufend aktualisiert und ist zu finden unter  www.marburg.de/ZukunftslabKulturprogramm

3. Juni: Am 3. Juni wird ab 18 Uhr das Kunstprojekt aus Sfax von Mouna Jemal Siala im Rahmen von Kunst.Labor.Stadt.Platz in der Unterführung am Rudolphsplatz gezeigt. Parallel dazu findet von 18.30 bis 20 Uhr der Stadtspaziergang "Berühmte Frauen in Marburg" mit Barbara Amend statt. Eine Anmeldung unter www.marburg.de/zukunftslabKulturprogramm nötig. Ab 21 Uhr wird die Ausstellung "Unbeschreiblich! Weiblich!" der Marburger Künstlerin Yasemin Skrezka in der Waggonhalle (Rudolf-Bultmann-Str. 2a) mit anschließender Tanzparty eröffnet. Der Eintritt ist frei. 

4. Juni: Das KFZ lädt im Rahmen seiner Nachhaltigkeits-Reihe nachhaltig@KFZ am 4. Juni ab 16 Uhr zu einem kostenfreien Kulturprogramm ein. Die Veranstaltung findet im Anschluss an das Zukunftslab statt und ist für alle gedacht. Geboten werden musikalische und künstlerische Beiträge von Frauen*, Lesben, Inter- und Nicht-binären Personen, Trans* und Agender-Personen. Daneben gibt es vielfältige Info- und Aktionsstände rund um das Thema „Geschlechtergerechtigkeit und Geschlechtervielfalt in der Kultur“. Am Abend findet dann eine FLINTA*-Party statt.

Am 5. Juni ab 11 Uhr wird das Gleichberechtigungsreferat zusammen mit den Delegationen aus den Partnerstädten einen Tisch im Rahmen der Marburg800-Geburtstagsfeier „Tischlein Deck Dich“ gestalten.

Projektträger*in
Gleichberechtigungsreferat der Universitätsstadt Marburg
(06421) 201-1377
gleichberechtigungsreferat@marburg-stadt.de
www.marburg.de
Veranstaltungsort
Erwin-Piscator-Haus
Biegenstraße 13
35037 Marburg
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Podcast „Hör mal Marburg“ über das Zukunftslab des Gleichberechtigungsreferates der Stadt Marburg

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